Waldbau

Die Wingst ist eine in der Saaleeiszeit entstandene Endmoräne und entsprechend sind ihre Bodenverhältnisse besonders wechselnd. Der alte Wald wurde durch Weideeintrieb stark übernutzt mit der Folge, dass riesige Heideflächen entstanden.

Mit Beginn einer geregelten Forstwirtschaft Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zu verstärktem Anbau von Nadelholz. Besonders stolz sind wir auf unsere Douglasien, die sich seit mehr als 100 Jahren bei uns heimisch fühlen. Die ersten Anbauversuche fanden um 1900 statt und seitdem hat die Douglasie sich als äußerst erfolgreiche Holzart erwiesen. Die Bedingungen an den Standort sind optimal und so stehen in der Wingst einige der stärksten Douglasien Deutschlands. Im August findet die Ernte des Douglasiensaatguts der Sonderherkunft Wingst in unseren staatlich anerkannten Beständen statt.

Die Gemeinde Wingst führt die Königstanne im Wappen. Bei der Königstanne handelt es sich um eine Weißtanne. Im Wingster Wald ist die Weißtanne schon heute in allen Altersklassen anzufinden. Um 1755 wurde sie zum ersten Mal angesät, ab 1820 betrieb man zusätzlich die Wiederaufforstung mit Fichte und Kiefer. Die Weißtanne ist durch ihr tiefreichendes Wurzelsystem vermindert trockenanfällig und nicht so windwurfgefährdet wie die flachwurzelnde Fichte. Damit ist die Weißtanne perfekt an den Standort Wingst angepasst. Wir werden wie schon in den vergangenen Generationen die Weißtanne weiter fördern.

Großen Wert legen wir auf eine standortgerechte Holzartenverteilung mit Naturverjüngung, Verzicht auf Chemie und einem angepassten Wildbestand.